Bats Cares

Hier finden Sie weitere Aktivitäten der Bats. Wir kümmern uns nicht nur um Basketball.

Unser Trainer Samer Ismailat arbeitete von 2012-2015 als Streetworker in mehreren Siedlungen in und um Hamburg wie zum Beispiel, Nettelnburg, Harburg, Eidelstedt, Stellingen, Duvenstedt, Rahlstedt,  Langenhorn, Billbrook und Billstedt. Seit 2015 fährt er auf eigene Faust nur noch in die Siedlungen wo er am meisten gebraucht wird. Zum Beispiel Billbrook. Dort leben in einer Siedlung circa 600-800 Menschen. Der deutschen Anteil liegt bei 0 % (Stand 2018). Erschreckend oder? Securitys patrouillieren 24 Stunden am Tag. Die Wohnungen sind in einem schlechten Zustand. Die Anwohner meist nur mit einem Aufenthaltstitel "Duldung", bekommen den geringsten Satz, unter Hartz 4, an Leistungen.

2014  drehte das ZDF "Drehscheibe"  diese Doku "Von der Straße in die Bundesliga" über Samer und seine Streetworker Arbeit in Hamburg.

2016  berichteten SPIEGEL-TV und SPIEGEL-ONLINE unter anderem auch über Samer´s Arbeit in dieser SPIEGEL-TV Doku "Jugendretter in Hamburg Billstedt". Den geschnittenen 14 Min. Part nur über die Bats sehen Sie hier.  Der SPIEGEL-ONLINE Bericht dazu hier.

2017 drehte das ZDF drehte vor der Bundestagswahl 2017 in 4 Städten, eine "Live-Wahlfahrt" zu 4 verschiedenen, relevanten Themen. Nach dem Chaos beim U-20 Gipfel in unserer Stadt wurde natürlich das Thema, "innere Sicherheit" in Hamburg gewählt. Alica Jung und Ihre Kollegen vom ZDF luden Samer und Sebastian Fiedler (stellvertretender Vorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter) ein um zu erfahren was Sie zum Thema Prävention sagen würden.

2017  Vor der Bundestagswahl nahm SPIEGEL TV das Land unter die Lupe. In der Schwerpunktsendung: Was läuft gut, was läuft schief? Integration, Arbeitsmarkt, Sicherheit, Altersarmut, Diesel-Skandal. Zum Thema Integration drehten Sie erneut mit Samer einen Beitrag. Ab 35:18 Minuten vor Schluss. Die Doku sehen Sie hier.

Seit der Migrationswelle 2015 ist Samer ebenfalls als ehrenamtlicher Mitarbeiter bei "Fördern & Wohnen" beschäftigt. "Fördern & Wohnen" betreibt fast alle Notunterkünfte in Hamburg und ist ebenfalls in vielen Siedlungen aktiv. Die jüngeren Kinder dürfen nur mit einer Aufsichtsperson das Gelände verlassen und freuen sich jedes Mal wenn Samer und seine Helfer sie  für die Camps oder anderen Veranstaltungen abholen. In Hamburg gibt es nur sehr wenige Vereine die für Kinder kostenlose Camps organiseren. Wir sorgen auch immer für ausreichende Verpflegung. Die Kinder sollen bei Ausflügen nichts bezahlen müssen.

Samer dazu:

Ich hätte mir sowas als Kind gewünscht aber wir hatten nie genug Geld um für meine 4 Brüder und mich Ausflüge zu bezahlen. In Hamburg habe ich auch mal für andere Vereine gearbeitet die wenigstens "einen symbolischen Euro" von jedem Kind, dass bei Ausflügen mitwollte, einsammelten. Der Grund dafür war verständlich. Einige Kinder bekamen aber nicht mal einen Euro von Ihren Eltern oder bei Geschwistern mehrere Euros. Stellen Sie sich vor, ein Kind sagt zu Ihnen; ich habe keinen Euro, darf ich bitte trotzdem mit? Daraufhin müssen Sie sagen; Sorry, dann darfst du leider nicht mit. Es schmerzt schon beim lesen oder? Ich war nur Mitarbeiter und musste mich auch an die Regeln halten. Seitdem ich die Bats-Ausflüge leite, habe ich mir geschworen dass sowas nie wieder passiert. Bei uns kann jedes Kind mit. Umsonst. Ohne Getränke für Hin- und Rückweg sowie eine Pommes oder einen kleinen Snack für jedes Kind machen wir erst gar keine Ausflüge. Für eine 50 € Spende können wir schon mit 10-15 Kindern Tagesausflüge machen. Ausflüge machen den Kindern immer Spaß. Egal wohin oder wieviele mitkommen. Wir machen auch Waldspaziergänge, Natur-/ und Steinkunde oder sehen uns spezielle Bauwerke an. Besonders die Kinder aus Ägypten und dem Irak lachten hier über dieses abgerundete Gebäude in Hamburg.

Juni 2018

 

Für einige meiner Grundschüler hieß es Abschied nehmen. Sie wechseln nach der 4. Klasse auf andere Schulen und können nicht mehr an meiner Basketball-AG teilnehmen.

Ich nutzte die Gelegenheit und erzählte meinen Basketball-AG Teilnehmern die Geschichte von Kareem Abdul-Jabbar und seinem Trainer. Alle bekamen eine Postkarte mit einem Bild von Kareem Abdul Jabbar, der erfolgreichste Scorer der NBA Geschichte und seinen alten College-Trainer John Wooden, der erfolgreichste College-Trainer der NCAA Geschichte. Coach Wooden verstarb am 10.6.2010. Er wurde 99 Jahre alt. Das Bild links zeigt den jungen Lew Alcindor, bevor er 1968 zum Islam konvertierte, am UCLA College mit Coach Wooden wo er 1965-1969 spielte. Das rechte Bild zeigt Kareem Abdul-Jabbar wie er seinen alten Trainer in den letzten Jahren vom Court hilft. Coach Wooden gewann mit UCLA 10 Meisterschaften, davon 7 infolge. In 4 Seasons (1971-74), ohne Abdul-Jabbar, blieb sein Team ungeschlagen. 88 Siege infolge. Ein Rekord für die Ewigkeit.

Kareem Abdul-Jabbar wechselte seinen Namen 1971. Übersetzt = der gütige Diener des Allmächtigen. Er war erst Basketballer jetzt ist er Schriftsteller. So beschrieb er sich selbst. Er veröffentlichte mehrere Bücher und zuletzt ein Buch über seine Beziehung zu Coach Wooden. "Coach Wooden and Me: Our 50 Year Friendship On and Off the Court" in dem er schrieb:

"Coach Wooden nutzte den Sport als Mittel, um uns beizubringen, wie wir uns jeder Situation stellen können."

Beim Basketball kommt jeder öfter in eine spielentscheidende Situation wo man entweder selbst abschließen oder passen muss. Eins von beiden wird das richtige sein. Nichts zu tun, ist immer falsch. Als Trainer, kann man genau nach solchen Situationen den Charakter eines Menschen formen. Das sind Lektionen die man nie vergisst und die einem auch in anderen Lebenssituationen helfen. Ich wollte den Kindern damit vermitteln wie wichtig es ist Respekt und Loyalität zu zeigen. Auf der Rückseite der Postkarte stand:
"Jetzt brauchst du mich, bald brauch ich dich!
Respekt hält ein ganzes Leben."

Wenn sie sich dieses Sprichwort merken und es weitergeben haben wir damit viel erreicht.

Zu Kareem Abdul-Jabbar:

In seinem 1. Jahr war er schon so stark dass er mit dem Varsity-Team der Universität (damals durften Spieler aus dem 1. Semester noch nicht in dem richtigen Uni-Team spielen) die richtige UCLA Mannschaft mit 75:60 besiegte obwohl UCLA in dem Jahr College Meister war. In seinem 2. Jahr holte er dann mit UCLA, unbesiegt, erneut die Meisterschaft. Er war bereits so dominant, dass die College Liga NCAA, die Spielregeln ändern musste. 1967 verboten sie den "Dunking"! Die 3er Linie gab es in NCAA erst seit 1986. In der Zeit revolutionierte er den Hook-Shot (Hakenwurf) und machte daraus den Sky-Hook, der zum gefährlichsten Mitteldistanz-Wurf aller Zeiten wurde. Er selbst sagte: "Ich wurde in meiner gesamten Karriere nicht einmal dabei geblockt." Kareem Abdul-Jabbar führt noch immer die Rangliste der besten NBA-Scorer aller Zeiten an. Platz 1 mit 38.387 Punkten. Gefolgt von dem 2. Platz, Karl Malone. 3. Platz, Kobe Bryant. 4. Platz, Michael Jordan. 5. Platz, Wilt Chamberlain. Der 6. Platz, Dirk Nowitzki und der 7. Platz Lebron James sind die einzigen der Top-10 die noch spielen und ihre Platzierung verbessern können. Kareem Abdul-Jabbar führt noch weitere All-Time Stats an wie z.B. 6x MVP (Spieler des Jahres der NBA)... Man könnte noch sehr viel über ihn schreiben. Er ist einer der größten Basketball-Legenden aller Zeiten.

In einem seiner Bücher schrieb er was sein Geheimnis war um über 20 Jahre in der NBA zu spielen. Eines der besten Dinge die ich dank ihm entdeckt habe und nun meinen Spielern weitergebe.

 

Mai 2018

 

Am 20.5.2018  von 10.00-20.00 Uhr waren wir beim Event von Dock 2018, "Ein Tag ohne Sorgen" dabei.

Das DOCK2018 richtet sich an alle Menschen, die ihren Tag mit Sorgen beginnen müssen. In diese Situation kann jeder schnell geraten und Nöte werden plötzlich Alltag.

Für alle Kinder von 5-18 Jahren veranstalteten wir dort auch das nächste "Integration durch Streetball" Turnier.

Zudem hatten wir einen Shuttle-Bus geregelt. Ein Linien-Bus fuhr zur Siedlung "Billbrookdeich", holte dort alle Eltern und Kinder ab und brachte sie wieder zurück.

Es gab für Bedürftige ein großes Buffet, Kleidung, Schulbedarf, Spielzeug, Pflege-und Hygieneartikel. Auch ärztliche Versorgung für die Bedürftigen und sogar Tierärzte waren präsent.

Alles war natürlich kostenlos.

Es ist Aufgabe unserer Gemeinschaft, zusammenzurücken und diejenigen in unserer Mitte zu stärken, für die ein schwieriger Alltag Realität ist. Das sind z.B. Menschen, denen ein Dach über dem Kopf fehlt. Menschen, die Hilfe für Selbst- oder Familienverpflegung brauchen .
Auch sind es Menschen, die sozialen Kontakt vermissen. Des Weiteren kann medizinische Versorgung und seelsorgerische Beratung vor Ort in Anspruch genommen werden und Begleiter auf vier Pfoten können ebenfalls von Tierärzten behandelt werden.

 

 

November 2017

 

Die Initiative " Integration durch Sport" wurde vom Hamburger Sportbund, dem Hamburger Fußball Verband, dem HSV und dem FC St. Pauli ins Leben gerufen. Am 16.11.2017 fand das Jahresabschluss-Dialogforum "Sport und Flüchtlinge" bei uns, auf St. Pauli, im Millerntor-Stadion statt. Die 4 Präsidenten hielten das Grußwort.

Auszüge aus den Vorträgen der folgenden Vereinsvertreter.

Der Präsident des Hamburger Sportbundes Dr. Jürgen Mantell sagte:

"Das Programm 'Integration durch Sport' hat im vergangenen Jahr in jedem der Hamburger Bezirke für die Vereine vor Ort ein solches Format organisiert, um die Vernetzung und den Austausch zwischen Unterkünften, Initiativen und Sportvereinen zu ermöglichen. Der Sport hat bewiesen, welche integrative Kraft er hat. Es ist beeindruckend zu sehen mit welchem ungebrochenen Engagement sich viele engagieren, um den Flüchtlingen sportliche Angebote machen zu können."

 

Gastgeber und unser FC St. Pauli Präsident Oke Göttlich:

"Ziel dieser Veranstaltungsreihe ist es , diese wichtigen Partner an einen runden Tisch zu bringen, um Fragen, Erfolge und Herausforderungen rund um die sportliche Arbeit mit Flüchtlingen zu diskutieren. Dabei sollen Netzwerke genutzt werden und neue Vernetzungen angeregt, damit durch Sport für die Neu-Hamburger, Hamburg eine Heimat werden kann. Dass gerade psychische und physische Belastungen sowie traumatische Fluchterlebnisse endlich in den Hintergrund treten können, dabei kann Sport mit all seinen Facetten helfen. Hier will auch der gesamte FC St. Pauli Kosmos auf allen Vereinsebenen mitwirken und da unterstützen, wo Hilfe und Bedarf akut notwendig ist. Schön dass Sie alle für diese bedeutende gemeinsame Veranstaltung ans Millerntor gekommen sind."

 

Der ehemalige Präsident des HSV Jens Meier:

"In Kooperation mit dem FC St. Pauli, dem HSB, dem HFB wollen wir gemeinsam mit unserer Stiftung 'Der Hamburger Weg' über diesen Austausch Angebote für Geflüchtete in unserer Stadt noch besser gestalten und gemeinsam Lösungen für sich ergebende Herausforderungen finden. Sport verbindet Menschen jeder Herkunft und bietet eine sehr gute Möglichkeit, dass Flüchtlinge hier noch besser Fuß fassen können. ES IST EINE TOLLE ENTWICKLUNG, DASS INZWISCHEN DIE GEFLÜCHTETEN SELBST EHRENAMTLICH ALS TRAINER UND BETREUER IN DEN VEREINEN AKTIV WERDEN. Diese Arbeit gilt es nachhaltig fortzusetzen und sich weiter gemeinsam zu engagieren und neue Herausforderungen anzunehmen."

 

Der Präsident des Hamburger-Fußball-Verbandes Dirk Fischer:

"Die Dialogforen in den letzten 2 Jahren führten zu einer guten Vernetzung und zum Austausch, damit unsere Stadt für die neuen Mitbürger eine sportliche Heimat werden kann. Das Engagement, Sport- und Bewegungsangebote in Hamburg bieten sehr gute Möglichkeiten, Flüchtlingen schnell und unkompliziert das Einleben in unsere Heimatstadt zu erleichtern. Wichtig ist, die Hände nicht in den Schoß zu legen und eine nachhaltige Arbeit zu gewährleisten."

 

15 Reverenten gaben 4 Workshops zu folgenden Themen.

1. "Werte und Normen im Sport"

2. "Weltoffenheit im Sport - gemeinsam gegen Diskrimierung"

3. "Will leben - Willkommen"

4. "Interkulturelles Konfliktmanagement"

Viele Vereinsvertreter verschiedener Sportarten nahmen teil und nutzten die Gelegenheit um sich auszustauschen.

Samer dazu:

Besonders der 1. Workshop "Werte und Normen im Sport" gefiel mir. Es hat Spaß gemacht sich mit dem Trainerstab von Mohammad Marfavi vom HSV auch auf arabisch zu unterhalten. Für beispielsweise arabisch sprechende Kinder ist es eine große Motivation wenn Sie einen Trainer vorfinden der Ihre Sprache spricht, der ebenfalls aus derselben Region geflüchtet ist und der es bereits geschafft hat Profi zu werden. Als Coach ist unsere Botschaft dabei, seid dankbar und helft denen die Euch geholfen haben. Die Trainerin Frau Kristiane Wolter vom FC St. Pauli gab mir ebenfalls wertvolle Tipps für Schulkooperationen und das Training für Flüchtlinge aus der Erstaufnahme. Die mir wichtigen Begriffe wie, Hingabe, Disziplin, Respekt und Solidarität sind allesamt gefallen. Die Workshops waren für die Teilnehmer sehr hilfreich. Jeder Sport integriert und verbindet automatisch. Unser Sport benötigt kein einziges Wort. Die Entscheidungen, die ein Spieler auf dem Feld in wenigen Minuten trifft zeigen was für ein Mensch er ist. Eine Sache begreift man sofort. Egal wo man herkommt oder welche Sprache man spricht. 1 gegen 5 kann man garnichts anrichten. Man braucht seine Mitspieler. Nur als funktionierendes Team kann man gewinnen und zusammen wachsen.

Ich nutzte die Gelegenheit ebenfalls um unser Projekt 'Integration durch Streetball`  anzusprechen. Alle mit denen ich darüber sprach waren begeistert. Ich hoffe auf Unterstützung um dieses Projekt langfristig fortzuführen."

 

Oktober 2017

 

Die Bats setzten sich auch für die Stadtteilentwicklung ein. Am 7.10.2017 fand die Veranstaltung der PlanBude, "Die Esso-Häuser brauchen dich" statt. Dort wurden die Dachlandschaften, ein Stadtbalkon, die Quartiersgasse und vor allem das Nachbarschaftscluster besprochen.

Anwesend waren neben den Organisatoren der PlanBude, St.Pauli Bats e.V., Skateboard e.V., Fab Lab St.Pauli und das F.Y.S.-Shopkollektiv anwesend stellten Ihren Beitrag zu den Esso-Häusern vor.

Unser Trainer Samer wurde als Experte für den möglichen Bau eines Basketball-Platzes auf einem der Dächer eingeladen. Bei seiner Präsentation stellte er unsere neue Bats-Korbanlage und die Turnierreihe,  “Integration durch Streetball“ vor. Die Kleinsten Anwohner sollen ebenfalls von dem Basketball-Platz profitieren.

Samer dazu:

Schön dass wir uns beim Ausbau der Esso-Häuser mitbeteiligen können. Auf dem Bild unten links sieht man zwar einen Basketball-Platz aber es war noch nicht entschieden (Stand Oktober 2017) ob er realisiert wird. Wenn es dazu kommt hätte ich folgende Punkte. Das wichtigeste ist natürlich erstmal der Bodenbelag. Eine rutschfeste Tartanfläche (Gummiboden), die bei Stürzen nicht maximalen Schaden anrichtet und den Lärm dämmt wäre Punkt eins. Dann müsste das Gitter um- und über das Feld hoch genug sein damit bei weiten Würfen der Ball nicht hängen bleibt. Denken Sie besonders da dran. Bei der Korbanlage, ist es von Vorteil wenn sie höhenverstellbar wäre damit auch kleinere Kinder darauf spielen können. Da müsste natürlich erst entschieden werden ob sie fest verankert - oder beweglich sein sollte. Ich kann in beiden Fällen sehr gute, langlebige Korbanlagen empfehlen. Es muss ja auch kein reiner Basketball-Platz werden. Man könnte ebenfalls kleine Tore für Fußball aufstellen oder eine Netz-Vorrichtung für Badminton oder Tennis installieren. Wir Bats würden gern dort Veranstaltungen für Kinder und Turniere organisieren und uns um den Platz kümmern.

Ein neuer Sportplatz auf den Dächern St. Paulis wäre ein Traum!

August 2018

 

Das ZDF drehte vor der Bundestagswahl 2017 in 4 Städten, eine "Live-Wahlfahrt" zu 4 verschiedenen, relevanten Themen.

Nach dem Chaos beim U-20 Gipfel in unserer Stadt wurde natürlich das Thema, "innere Sicherheit" in Hamburg gewählt. Alica Jung und Ihre Kollegen vom ZDF luden Samer und Sebastian Fiedler (stellvertretender Vorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter) ein um zu erfahren was Sie zum Thema Prävention sagen würden.

Ein weiterer Gast namens Lasse Buchop, Anwohner aus dem Viertel Sternschanze in Hamburg, war die ersten 15 Minuten dabei und schilderte als Augenzeuge die "U-20 Gipfel Unruhen".

Samer dazu:

Eigentlich nehme ich nicht bei Talk-Runden zu politischen Themen teil. Als ich aber gehört hab das Sebastian Fiedler auch dabei ist, sagte ich zu. Warum? Weil er mich an Commissioner Gordon erinnert. Ich habe die Chance genutzt um über meine Art der Prävention zu sprechen. Er bestätigte dass, das genau der Weg ist. Basketball ist das beste Mittel um kleinere Gruppen verschiedener Nationen zusammen zubringen. Rechts- / Links-/ oder religiöser Extremismus wird früh injiziert. Wenn wir die Kinder ebenfalls früh beim Sport zusammenbringen haben wir eine Chance entgegenzuwirken. Wir müssen zudem aufhören uns von der Politik und den Medien Angst einjagen zu lassen. So wird erst Wut und Verzweiflung gebildet, was die Grundlage für Extremismus ist.

Herr Fiedler ist dafür bekannt Dinge auszusprechen, die andere nicht mal erwähnen würden. Wir Bats sind wie Er der Meinung dass Deutschland ein PRÄVENTIONSGESETZ braucht. Außerdem sagte er: "Es ist beschämend, dass keine einzige Partei das in ihrem Parteiprogramm erwähnt". Dieser Satz ist ein gutes Beispiel. Jetzt wissen Sie warum wir ihn mögen.

Das Video zum Interview gibts hier. Samer kommt ab 18.45 Min. dazu.

 

Juli 2017

 

Seit 2009 unterstützt "Step-up Karierrewege e.V." jugendliche Hamburger von 15-25 Jahren bei der Berufsorientierung und vergeben Karrierestipendien. Kern des Stipendiums ist eine professionelle Studien- und Berufsberatung. Zuvor wird den Schülern geholfen, in Gesprächen und Aufgaben, Ihre Stärken und Talente kennenzulernen um Ihre persönlichen Potenziale zu entdecken. Dabei unterliegen die Schüler keiner Prüfung. Viel mehr wird mit Ihnen eine Zukunftsvision entwickelt. Durch gezieltes, fachmännisches coaching und ein großes Netzwerk aus Berufspraktikern wird den Schülern der Weg ins Arbeitsleben erleichtert.

Jugendliche, dessen Bildungschancen durch soziale, finanzielle oder kulturelle Umstände beeinträchtigt sind können sich bewerben. Was man dafür braucht sind gute schulische Leistungen (es ist jedoch kein bestimmter Notendurchschnitt erforderlich). Motivation und Leistungsbereitschaft ist natürlich die Grundlage. Ein schulisches, außerschulisches und soziales Engagement sind ebenfalls erwünscht.

Mehr Infos dazu direkt bei "Step-up Karieerewege e.V."

"Step-up" arbeitet eng zusammen mit einem nahezu identischem Programm namens "Grips-gewinnt". Der Unterschied ist, dass "Grips-gewinnt" nur Jugendliche bis 21 Jahre aufnimmt. Hier müssen es nicht nur Hamburger sein. Auch Schüler aus Berlin, Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt oder Schleswig-Holstein können sich bewerben.

Die Joachim Herz - und die Robert Bosch Stiftung haben "Grips-gewinnt" ins Leben gerufen. Auf der Homepage von "Grips-gewinnt"  steht, dass fast jedes dritte Kind unter 18 Jahren aufgrund finanzieller, kultureller oder sozialer Umstände sein Potenzial nicht voll entfalten kann. Das zeigen Bildungsberichte jedes Jahr aufs Neue. Das Stipendienprogramm ist ein sehr guter Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit in Deutschland.

"Step up" führt auch im Auftrag von "Grips gewinnt" Workshops zum Thema Persönlichkeit und Berufsorientierung mit den „Gripsis“ durch. Bei einer Verantaltung im Juli 2017 wurden 3 Referenten eingeladen die den Stipendianten Rede und Antwort stehen sollten. Eine Lehrerin, eine Psychologin und unser Trainer Samer als Streetworker und ehemaliger Basketball-Profi. An dem Tag waren 15 Jugendliche da.

Samer dazu:

Auch hier kamen die Mitarbeiter von "Step-up" auf mich zu und fragten ob ich Zeit hätte bei der Fragenrunde dabei zu sein. Ich sagte, natürlich. Genau dass was Ihr macht, versuche ich den Schülern beim Sportunterricht oder meinen Spielern beim Basketballtraining näher zu bringen. Ihr musst erst Eure Fähigkeiten und Talente entdecken bevor Ihr wissen könnt, was Ihr in Eurem Leben machen wollt und wie Ihr in einem Team helfen könnt.

Ich bin froh dass es solche Institutionen gibt. Das diese Reihenfolge Sinn macht ist kein Geheimnis. Viele Eltern, Erzieher und Lehrer wollen genau das den Kindern vermitteln. Sie wissen welchen Unterschied es macht wenn Jugendliche ein Ziel haben oder ziellos durch Leben gehen. Leider sind wir noch zu wenige. Ich erlebe es selbst täglich bei der jetzigen Generation. Die Studie, dass 33 % der Kinder unter 18 Jahren Ihre Potenziale nicht voll entfalten können halte ich für leicht untertrieben. Ich würde eher schätzen dass 99 % der Kinder Ihre Potenziale NICHT VOLL ENTFALTEN KÖNNEN. Wir machen da von Anfang an nicht genug. Andere Kulturen sind uns da weit voraus. Wissen Sie welche Fähigkeiten Kinder entwickeln können wenn Ihnen so früh wie möglich richtig geholfen wird?

Den Schülern bei der Veranstaltung sagte ich nach der Fragenrunde:

Habt Ihr einen Traum? Lasst Euch von niemanden einreden dass Ihr Ihn nicht verwirklichen könnt. Gebt nicht auf bevor Ihr es schafft. Ihr begegnet jeden Tag mehrfach einer Frage. Kampf oder Flucht? Niemand schafft es immer Kampf zu wählen. Ihr musst einmal mehr kämpfen als fliehen und Ihr werdet es schaffen. Was Ihr dafür braucht ist nur eine Person die ebenfalls an Euch glaubt. Rocky Balboa hatte seinen Trainer Mickey. Bruce Wayne hatte seinen Butler Alfred. Wenn Ihr niemanden habt, kommt jederzeit zu mir. Ich glaube an Euch! Keine Ausreden mehr. Fangt an.

Nach diesem Konzept sollten wir allen Kindern und Jungendlichen so früh wie möglich helfen. Ich stehe "Step-up" und "Grips-gewinnt" jederzeit wieder zur Verfügung.

Juni 2017

 

Partnerstadt der St. Pauli Bats ist Beirut in Phoenicia, im heutigen Libanon. Unser Trainer Samer und seine Brüder kommen aus der Hauptstadt. Samer trainierte in seiner Zeit im Heimatland oft beim Club Al Riyadi Beirut mit. Wenn er in seiner Geburtsstadt ist nimmt er gern an dem Jugendtraining teil und organisiert Basketball-Camps. Al Riyadi Beirut ist mit über 500 Mitgliedern ungefähr so groß wie der SC Rist Wedel (7. größter Verein in Deustchland). Sie gewannen 14x die libanesische Meisterschaft, 5x die Arab-Club Championship, 4x die West-Asia-League und 2x den Asia-Champions-Cup. Die Jugendarbeit des Vereins ist die beste des Landes.

Mittelfristig planen wir auch Al-Ryadi Beirut Jugendspieler für Turniere und Camps nach Hamburg einzuladen um die Kooperation weiter auszubauen.

Samer dazu:

Gerade heutzutage ist es wichtig sich arabische Partnerstädte zu suchen um den Frieden zu wahren und um zu verdeutlichen dass wir Sportler einander brauchen, sonst könnten wir dieses Spiel garnicht spielen.